Carolin Gauglitz
28.06.2010
15:32

Hilfe zur Selbsthilfe – LEG baut Dorf in Indien

Ich freue mich immer wieder, wenn ich ein Beispiel für nachhaltige Entwicklungshilfe sehe. Zu häufig versickern Gelder auf dem Weg zu den Bedürftigen. Oder die Hilfe setzt zu kurzfristig an und lässt die Menschen danach wieder allein mit Dingen, mit denen sie eigentlich gar nicht zurechtkommen. 

Die LEG hat mit einer Spende in Höhe von über 50.000 Euro an die DESWOS (Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e.V. ) 120 Familien ein neues Zuhause gegeben. Das ist eine beachtliche Bilanz. Wie das möglich ist? Die Häuser werden vorwiegend in Eigenleistung der Bewohner erbaut. Dies spart nicht nur Geld, da die Arbeitskraft von denjenigen genutzt wird, die später in diesen Wohnungen leben werden. Es gibt den Menschen auch das Gefühl, etwas Eigenes geleistet und nicht Almosen angenommen zu haben. 

Das LEG-Dorf entsteht im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu und umfasst 120 Häuser. In den Gemeinden Kottakuppam und Marakkanam gehören die meisten Bewohner der Volksgruppe der Dalits an. Die sogenannten ‚Unberührbaren’ finden in ihren neuen Häusern Schutz vor Stürmen, extremer Sonneneinstrahlung und den Regenfluten des Monsuns. Außerdem bedeutet das neue Zuhause für die Dalits eine Verbesserung ihres sozialen Status. Denn die ‚Unberührbaren’ stehen im indischen Kastensystem auf der untersten Stufe. Ihre Situation verbessert sich durch einen festen Wohnsitz und eine feste Adresse beträchtlich. Innerhalb der neu entstehenden Gemeinde werden zudem nachbarschaftliche und generationenübergreifende Kooperationen gefördert. Die Eigeninitiative sorgt dafür, dass kein Neid aufkommt. 

Die Ziegelbauten sind zweckmäßig eingerichtet. Die 25 bis 30 Quadratmeter großen Häuser sind je nach Größe der Familie mit Küche, Toilette und Veranda ausgestattet. Der Bau eines Hauses kostet circa 1.200 Euro. Finanziert wird dieses Projekt zu einem Drittel durch einen Kredit, der zurückgezahlt werden muss. Die anderen beiden Drittel setzen sich aus Eigenleistungen und einem Zuschuss zusammen. 

Ein solches Projekt passt gut zur LEG, denn das Unternehmen kann hier seine Erfahrungen im Städtebau und der Wohnungswirtschaft prima weitergeben. Mit Hilfe der DESWOS schafft die LEG mit der Spende für 120 benachteiligte Familien in Indien ein sicheres Heim. Ein Projekt, das hoffentlich viele Nachahmer findet!

Carolin Gauglitz
Bereich Unternehmenskommunikation
LEG Management GmbH
Tel. 02 11 / 45 68-345
carolin.gauglitz[at]leg-nrw.de

Astrid Mendolia
14.06.2010
15:31

Das Quartiermanagement der LEG – ein Erfolgsgeheimnis

Die LEG macht meiner Meinung nach vieles richtig. Sie achtet nämlich sehr darauf, dass die Mieter nicht nur ein bezahlbares Dach über dem Kopf haben, sondern dass sie sich in ihrer Umgebung auch pudelwohl fühlen. Und wie erreicht man das? Indem man neben gepflegten Wohnungen auch noch eine ganze Menge mehr bietet. Mehr Betreuung, mehr Service, einfach Mehr-Wert für die Bewohner. Und das schafft die LEG mit ihrem Quartiermanagement.

Schließlich bleiben zufriedene Mieter viel länger. Man hat keinen Aufwand mit der Neuvermietung, und wenn sich Mieter mit ihrem Zuhause so richtig identifizieren, gehen sie auch sorgsamer mit allem um - ganz einfach. Deshalb zahlt sich guter Service auch finanziell aus. Sehr clever!

Was ist Quartiermanagement nun eigentlich? Es handelt sich hier um ein Verfahren der Stadtentwicklung. Die Strategie besteht aus der Förderung und der Steuerung eines Stadtteils. Die LEG realisiert dieses Quartiermanagement mit über 100 regionalen Mieterbüros, in denen Mieterbetreuer und Hauswarte unmittelbar für die Bewohner zur Verfügung stehen. Wer die Büros nicht aufsuchen kann, zu dem kommt ein Berater auf Wunsch auch direkt in die Wohnung. Durch diese persönliche Betreuung können viele Probleme direkt und unkompliziert im Gespräch gelöst werden. Außerdem werden Mieterbeiräte eingerichtet, die wiederum als Schnittstelle zwischen Bewohnern und der LEG fungieren. 

Die Mieterbüros sind aber nicht nur für die Probleme des Alltags da, sie organisieren auch Feste und Events, die den Zusammenhalt und den Kontakt der Nachbarn untereinander fördern. Viele Bewohner von LEG-Siedlungen können sich beispielsweise keinen Urlaub leisten. Da ist das von der LEG organisierte Kinderferienprogramm für so manche Familie ein Segen.

Die LEG arbeitet in vielen Standorten auch mit öffentlichen Trägern, Schulen und Vereinen zusammen und fördert zahlreiche Projekte und Veranstaltungen, damit sich die Bewohner eines Viertel zum einen näher kommen und sich zum anderen mehr mit ihrem Wohnumfeld identifizieren. Dazu gehören Stadtteilfeste, Zeltlager für Kinder und vieles mehr. Die Rechnung geht für die LEG auf, denn durch das soziale Engagement profitiert das Unternehmen enorm. Es gibt weniger Mietausfälle, weniger Schäden an Wohnungen und Gebäuden, so gut wie keinen Leerstand und eine niedrige Fluktuation. Fazit: Wer sich wohl fühlt, der bleibt auch gerne.