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Einweihung der Skulptur zur Erinnerung an den Stadtumbau in Dorsten
Kooperationsprojekt mit Jugendlichen, Einrichtungen des Stadtteils sowie Sponsoren
Der Stadtumbau in Wulfen-Barkenberg ist etwas Besonderes. Es ist nicht nur das größte Stadtumbauprojekt in Nordrhein-Westfalen, sondern vor allem ein Prozess, an dem alle Beteiligten mit großem Engagement und Kreativität mitgestalten. Dass der Stadtumbau ihren Stadtteil grundlegend verändert, bewegt die Barkenberger. Deshalb gaben die Stadt Dorsten und die LEG NRW GmbH eine Skulptur in Auftrag, die an den Stadtumbau erinnert – vor allem an den Abriss der Häuser Dimker Allee 35 bis 79 mit insgesamt 243 Wohnungen.
Die Skulptur wurde heute an einem zentralen Platz an der Abrissfläche aufgestellt. Er ist gleichzeitig eine wichtige Wegekreuzung an dem künftigen zentralen Platz an der Ladenzeile, vor der Sparkasse.
Im Rahmen eines Streetwork-Projekts gewann Pater Winfried Pauly rund zehn Jugendliche für die Mitarbeit. Bei den Treffen entwickelte der Künstler Norbert Then gemeinsam mit den Jugendlichen den Entwurf der Skulptur. Das Ergebnis ist eine vier Meter hohe Stele aus rostfarbenem Cortenstahl, der wegen seiner schnell ansetzenden Rostschicht bei Künstlern beliebt ist. Sie wird von innen und außen beleuchtet.
Die Stele ist ergänzt mit Abrissmaterial, durch die die Jugendlichen verschiedene Aspekte ihres Lebens in Barkenberg zum Ausdruck bringen, zum Beispiel alte Klingeltableaus, Türgriffe und Teile vom Mauerwerk als Erinnerungsstücke. Die Jugendlichen haben sie außerdem mit deutschen, russischen, türkischen und kurdischen Symbolen und Inschriften versehen. Hassan hat das arabische Wort für Heimat, ‚baladi’, gewählt. Yavus wünscht auf Kurdisch den Betrachtern der Stele einen guten Tag in der neuen Heimat: „Welat roj baros“. Andere Inschriften lauten: „Es ist so schwer, in Frieden zu leben“ und „Wir suchen mehr als Macht und Geld“. „Die Gestaltung der Skulptur stand nicht von vornherein fest. Die Ideen sind mit der Arbeit gewachsen“, sagt Pater Pauly. „Es ist ein ganz wichtiges Signal für die Jugendlichen, dass sie in ihrem Stadtteil auch selbst etwas mit gestalten können.“
Die Stele wurde in der Ausbildungsschlosserei Günnemann-Grosse & Co. GmbH handwerklich umgesetzt. An über zehn Herbstabenden arbeiteten die jungen Künstler unter Anleitung von Schlossermeister Dirk Langenhorst gemeinsam in der Werkstatt. Die Firma stellte neben den Räumlichkeiten und der Expertise auch den Stahl zu besonderen Konditionen zur Verfügung. Den Kranwagen für die Errichtung stellte die Firma Humbert. Das Fundament der Stele hat die Dorstener Arbeit gGmbH gegossen, und auch der Bauantrag und die Berechnung der Statik sind ehrenamtlichen Unterstützern zu verdanken. Die Sparkasse Vest, die RWE Stiftung, die Dr. Carl Dörken Stiftung und der Arbeitskreis Jugend e.V. Dorsten leisteten einen finanziellen Beitrag.
Die quartiersbezogene, qualitäts- und imagesteigernde Kooperation ist ein starkes Signal: Barkenberger Jugendliche haben in ihrem eigenen Quartier mit Material aus abgerissenen Häusern, in denen sie teilweise selber aufgewachsen sind, ein Denkmal erstellt. Es steht auf einem Platz, an dem sie große Teile ihrer Freizeit verbringen und viele Barkenberger Bewohner sich begegnen. Die Beteiligung so vieler Sponsoren ist vorbildlich. Daher haben Pater Pauly und LEG das Projekt beim Wettbewerb ‚Wir in unserem Quartier’ der Architektenkammer NRW eingereicht. Alle Arbeiten sind Anfang April 2009 im Rahmen einer Ausstellung zu sehen.
Ihre Ansprechpartner
Lisa Bauckhorn
Pressesprecherin der Stadt Dorsten
Tel. 0 23 62 / 66 34 70
Carolin Gauglitz
Pressereferentin der LEG NRW
Tel. 02 11 / 45 68-345
Birgit Breustedt-Stiepelmann
LEG-Projektleiterin Stadtumbau Barkenberg
Tel. 02 31 / 43 41-39
Über die LEG NRW GmbH
Die LEG Landesentwicklungsgesellschaft NRW GmbH bewirtschaftet über 92.000 Mietwohnungen, baut Gewerbe- und Wohnimmobilien und bereitet Flächen für neue Nutzungen auf. Der Immobilienkonzern beschäftigt rund 800 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz von 570 Millionen Euro.

