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31.08.2011

Konzernumbau der LEG-Gruppe läuft planmäßig. LEG investiert 2010 mehr als 32 Millionen Euro in ihre Standorte im Ruhrgebiet.

Neben der Präsentation des Konzernjahresabschlusses 2010 und wesentlichen Geschäftsergebnissen unterstrich die Holding-Geschäftsleitung mit ihrem Sprecher Thomas Hegel (CEO) während des Jahrespressegesprächs am 31. August in Düsseldorf die Bedeutung der Standorte der LEG im Ruhrgebiet mit ihren 35.198 Wohnungen (von 90.180 konzernweit). „Wir werden auch weiterhin ein flächendeckendes Angebot von Wohnungen mit einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis in der Region Ruhrgebiet anbieten und durch kontinuierliche Instandhaltung in Schuss halten“, so Thomas Hegel. Im letzten Jahr wurden über 32 Millionen Euro von der LEG allein in ihre Ruhrgebiets-Bestände investiert, ein Plus von rund drei Millionen Euro gegenüber 2009. Die ehemals weitgehend selbstständigen westfälischen Tochtergesellschaften der LEG mit ihren Beständen im westfälischen Teil des Ruhrgebiets konnten 2010 erfolgreich in die LEG-Gruppe integriert werden. Das Ergebnis: Ein einheitlicher Markenauftritt, ein hohes Service-Niveau und weiterhin eine umfassende Betreuung der Mieter vor Ort in 3 Niederlassungen, 7 Kundencentern und 19 Mieterbüros im Ruhrgebiet.

Das Ruhrgebiet – bei der LEG ganz vorn

Die wichtigsten operativen Ergebnisse aus dem Kerngeschäftsfeld Wohnen der Region Ruhrgebiet haben sich für die LEG im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. So wurden 2010 insgesamt 3.580 neue Mietverträge abgeschlossen, ebenso viele wie 2009. „Das belegt eindrucksvoll die große Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort, die trotz großer Belastungen durch die rechtliche und organisatorische Zusammenführung der westfälischen Tochtergesellschaften mit der LEG-Mutter ihre Vermietungsleistung noch gesteigert haben“, sagte HOO Holger Hentschel, Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für die operative Hausbewirtschaftung. Die durchschnittliche Fluktuationsrate sank von 10,69 Prozent 2009 auf 10,46 Prozent im Berichtsjahr. Die durchschnittliche Sollmiete je Quadratmeter netto/kalt betrug zum Stichtag 31.12.2010 in der Region Ruhrgebiet 4,37 Euro – eine Steigerung von 0,06 Euro gegenüber 2009. Das entspricht einem Plus von 1,4 Prozent. Die Leerstandsquote konnte im Vergleich der Stichtagswerte zum 31.12. nahezu konstant gehalten werden: Sie stieg – auf sehr niedrigem Niveau – leicht von 3,64 Prozent am 31.12.2009 auf 3,76 Prozent Ende 2010. „Wenn man die gerade in der Modernisierung befindlichen oder für die Neuvermietung vorbereiteten Wohnungen abzieht, können wir im Ruhrgebiet fast von Vollvermietung sprechen“, erklärte der für die LEG-Finanzen zuständige Geschäftsführer Eckhard Schultz (CFO).

Auch der LEG-Konzern weiter auf Erfolgskurs

Als ein Beleg ihrer operativen Stärke und als erstes Resultat des erfolgreichen Konzernumbaus ist das Segmentergebnis des Kerngeschäftsfelds Wohnen der LEG – bereinigt um projektbedingte Sondereffekte – um 13,7 Millionen auf 37,2 Millionen Euro gestiegen. Konzernchef Thomas Hegel betonte, dass der Umbau der LEG-Gruppe planmäßig verlaufe. Nach der Vereinheitlichung der Konzernstruktur im vergangenen Jahr stehen nun bedeutende Projekte wie die Einführung einer neuen SAP-basierten Unternehmenssoftware und die Umstellung auf IFRS-Bilanzierung kurz vor ihrem Abschluss. Die Geschäftsleitung zeigte sich zufrieden über die positive Entwicklung zentraler Werthebel. Das Mietniveau wurde in der LEG-Gruppe auf durchschnittlich 4,63 Euro pro Quadratmeter netto/kalt im Monat gesteigert (Vorjahr: 4,52 Euro pro Quadratmeter netto/kalt), das entspricht einem Plus von 2,43 Prozent.

Die Investitionen in den Bestand stiegen im gleichen Zeitraum um 11,2 Prozent von 74,7 Millionen Euro auf 83,1 Millionen. Eckhard Schultz: „Wir haben damit unsere Investitionsverpflichtung aus der Sozialcharta in Höhe von 12,50 Euro je qm übererfüllt.“ Für das Jahr 2011 sind Projekte mit einem Investitionsvolumen von wiederum mehr als 80 Millionen Euro in der Vorbereitung beziehungsweise weitgehend bereits in der Umsetzung. Die Leerstandsquote der 90.180 LEG-Wohnungen sank zum Stichtag 31.12. von 3,93 Prozent im Jahr 2009 auf 3,59 Prozent im Jahr 2010. Gleichzeitig wurden 2010 mit 10.124 Neuverträgen gegenüber 9.954 im Jahr 2009 um 1,7 Prozent mehr Wohnungen vermietet. Die Fluktuationsrate reduzierte sich von 11,6 auf 10,6 Prozent. Für die Geschäftsleitung der LEG ein klares Zeichen für die hohe Wohnzufriedenheit ihrer Mieter – nicht zuletzt ein Resultat der unverändert großen Kundennähe in zehn Niederlassungen, 14 Kundencentern und rund 100 Mieterbüros vor Ort. „Aber auch unser umfangreiches soziales und gesellschaftliches Engagement, vom preisgekrönten Quartiermanagement in Dortmund-Scharnhorst bis zur LEG NRW Mieter-Stiftung, zeigt: Die LEG ist engagiert und sozial“, erklärte der Sprecher der Geschäftsführung, Thomas Hegel.

Bis zum Stichtag 31.12.2010 wurden insgesamt 678 Wohneinheiten (Vorjahr: 43 Wohneinheiten) mit einem Verkaufsüberschuss in Höhe von 6,0 Millionen Euro (Vorjahr: 2,3 Millionen Euro) veräußert. Mit 103 Verkäufen (Vorjahr 43) wurden keine bedeutsamen Mieterprivatisierungen durchgeführt.

Insgesamt stieg der Wert des LEG-Wohnungsbestandes saldiert um 150 Millionen Euro bzw. 3,0 Prozent (nicht nach HGB bilanziert).

Hohe Belastungen durch Sondereffekte spiegeln Umfang des Konzernumbaus wider

Im Konzernabschluss der LEG-Gruppe gab es auch 2010 erhebliche projektbedingte Sonderbelastungen und Einmaleffekte. Nach den Maßstäben des HGB wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den Gebäudebestand in Höhe von 59,5 Millionen Euro bilanziert. Die Kosten für Vorfälligkeitsentschädigungen und Gebühren im Rahmen der vorgezogenen Refinanzierung schlugen insgesamt mit 13,7 Millionen Euro zu Buche. „Eine Investition, die sich mittelfristig durch einen deutlich sinkenden Kapitaldienst, eine optimierte Darlehensstruktur und einen geringeren Verwaltungsaufwand mehr als bezahlt macht“, verdeutlichte LEG-Finanzchef Eckhard Schultz.

Da die ehemalige Sparte Projektentwicklung/Development sukzessive abgewickelt wird, entstanden 2010 Abwertungen auf das Umlaufvermögen dieser Sparte in Höhe von 7,5 Millionen Euro. Die Einführung einer neuen zentralen Unternehmenssoftware und der IFRS-Bilanzierung verursachten Projektkosten von 1,4 Millionen Euro.

„Allein die Sparte Wohnen der LEG-Gruppe hatte 2010 insgesamt 84,2 Millionen Euro Sonderbelastungen zu tragen, die nicht dem operativen Geschäft zuzurechnen sind“, erklärte Schultz. Und weiter: „Aber angesichts des Umfangs und Tempos des Konzernumbaus ist dieser Aufwand leider nicht vermeidbar, sondern ein Zeichen dafür, dass wir die notwendige Restrukturierung der LEG beherzt und kraftvoll anpacken. Denn wir wollen 2013 zu den fünf besten privatwirtschaftlichen Wohnungsunternehmen in Deutschland zählen.“

Unternehmensstrategie: Nachhaltigkeit ausgewogen umsetzen und Vorbild werden

„Die LEG will bis zum Jahr 2013 zum Vorbild für private Wohnungsunternehmen werden, das eine anspruchsvolle Rendite, eine sozialverträgliche Bestandsentwicklung, eine überdurchschnittliche Kundenzufriedenheit und ein motivierendes Arbeitsumfeld für engagierte Mitarbeiter nachhaltig miteinander verbindet. Nachhaltigkeit, Rendite und Engagement sind dabei die Eckpfeiler des gemeinsamen Handelns“, beschrieb Thomas Hegel die grundlegenden Ziele der LEG-Unternehmensstrategie. Nachhaltigkeit bedeutet, dass die LEG mit gezielten Investitionen in Bestandspflege und -erweiterung für eine zukunftsfähige Entwicklung des Unternehmenswertes sorgt. Dabei liegen wirtschaftliche Kriterien zugrunde, aber ebenso die soziale Verantwortung für Mieter und Mitarbeiter. Zudem wird die Leistung und Professionalität in allen Unternehmensbereichen gesteigert.

LEG will Wohnungen erwerben

Es ist geplant, den Bestand der Sparte Wohnen weitestgehend konstant zu belassen und in zukunftsfähige Bestände im Rahmen der Modernisierung zu investieren. „Die LEG ist aber offen für mittlere Wohnungsportfolios, die in räumlicher Nähe zu ihren Bestandssiedlungen liegen und durch die gemeinsame Bewirtschaftung Größenvorteile generieren“, erklärte CEO Thomas Hegel. Die Weiterentwicklung des LEG-Portfolios wird durch gezielte Investitionssteuerung, bei Umsetzung von Modernisierungsmaßnahmen sowie konsequente Investitionen in die Wiedervermietbarkeit von Wohnungen forciert. Im Rahmen der mittelfristigen Wirtschaftsplanung ist ein gleichbleibendes jährliches Investitionsvolumen von mehr als 13,00 Euro pro Quadratmeter Wohn- und Gewerbefläche vorgesehen.

Die LEG engagiert sich für Mieter, Wohnquartiere und sozial Bedürftige

Die LEG-Gruppe zeichnet sich im Rahmen ihrer nachhaltigen Unternehmensstrategie durch ihr hohes soziales Engagement für das Zusammenleben der Mieter aus. Corporate Social Responsibility ist in der LEG gelebte Praxis. Diese beinhaltet neben der lokalen Vor-Ort-Betreuung die Unterstützung von Stadtteilinitiativen und lokalen Institutionen im Rahmen eines Quartiermanagements sowie die Durchführung von jährlich rund 150 Mieterevents in den Wohnquartieren. Über die Entwicklungshilfeorganisation DESWOS wird ein Hausbauprojekt in Indien unterstützt.

Die Langfassung dieser Pressemitteilung, die Karte mit den einzelnen LEG-Wohnungs-beständen, Fotos der Holding-Geschäftsleitung und den brandneuen Jahresbericht  finden Sie im Pressebereich der LEG unter: www.leg-nrw.de/Unternehmen/Presse/Jahresgespraech-2011.


Ihr Ansprechpartner
Pressesprecher Manfred Neuhöfer

Tel. 02 11 / 45 68-325