NEWS

29.09.2010

LEG-Studie erhöht Transparenz der Wohnungsmärkte in Nordrhein-Westfalen

LEG gibt erstmals Wohnungsmarktreport heraus 

Nordrhein-Westfalen ist das erste Bundesland, für das ab sofort mit dem LEG-Wohnungsmarktreport NRW aktuelle flächendeckende Daten zu den Wohnungsmärkten vorliegen. Das wichtigste Ergebnis: Die Mieten und Kaufpreise in den großen Ballungsräumen sind stabil, während sinkende Einwohnerzahlen in zahlreichen kleineren Städten und Landkreisen zur Stagnation oder zum Rückgang der Preise führen werden. Das ergab der LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2010, eine in dieser Art bislang einmalige Untersuchung der Wohnungsmärkte aller 864 Postleitzahlengebiete Nordrhein-Westfalens, die im Auftrag des Immobilienunternehmens LEG durchgeführt wurde. Für den Report analysierte das Düsseldorfer Wohnungsunternehmen LEG NRW gemeinsam mit dem Immobiliendienstleister CB Richard Ellis Mieten, Kaufpreise, Leerstände und Kaufkraftdaten zwischen April 2009 und April 2010 für alle 864 Postleitzahlengebiete des Bundeslandes. Neben der Entwicklung der Märkte enthält der Report Informationen zur Haushaltskaufkraft und zum Anteil des Einkommens, den die Haushalte für das Wohnen ausgeben. 

Hochwertiges wird teurer, Einfacheres günstiger

Der LEG-Wohnungsmarktreport NRW differenziert zwischen einfachen Wohnungen in minderguten Lagen und hochwertigen Wohnungen in sehr guten Lagen. An nahezu allen Standorten legten die Preise für hochwertige Miet- und Eigentumswohnungen zwischen 2009 und 2010 deutlich zu. Einfache Objekte wurden dagegen meist günstiger. Im Gegensatz zu diesen beiden eindeutigen Trends war die Entwicklung für Mehrfamilienhäuser uneinheitlich.

Strukturwandel und demografischer Wandel macht kleineren Städten und Landkreisen zu schaffen

Der Report bestätigt bereits bekannte Auswirkungen des wirtschaftlichen Strukturwandels und des demografischen Wandels mit Zahlen und Fakten. Die Rheinschiene mit Düsseldorf, Köln und Bonn zählt zusammen mit den Universitätsstädten Aachen und Münster mit steigenden Einwohner- und Haushaltszahlen und entsprechend stabilen Wohnungsmärkten zu den Gewinnern. Anders in den strukturschwachen Ruhrgebietsstädten: Ebenso wie in den ländlicheren Regionen Nordrhein-Westfalens werden die Einwohnerzahlen dort zurückgehen, mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Wohnungsmärkte. Einige wenige kleinere Städte und Landkreise stemmen sich gegen diesen allgemeinen Trend. Ihre Branchenstruktur verringert die Konjunkturanfälligkeit des lokalen Arbeitsmarkts und stabilisiert die Entwicklung ihrer Wohnungsmärkte.

Informationslücken schließen

„Unser Wohnungsmarktreport ist eine Antwort auf die häufig kritisierte Intransparenz der deutschen Wohnimmobilienmärkte. Für uns sind diese Informationen ebenso wichtig wie für andere Marktteilnehmer. Wir sind sicher, dass sich der LEG-Wohnungsmarktreport NRW zu einem beispielhaften Informationsdienst über die Wohnungsmärkte eines gesamten Bundeslandes entwickelt und auch in anderen Bundesländern Nachahmer findet“, sagt Thomas Hegel, Sprecher der LEG-Geschäftsführung. Dr. Henrik Baumunk, Leiter der Wohnimmobilienbewertung bei CB Richard Ellis: „Je transparenter ein Markt ist und je weniger Informationslücken es gibt, desto höher ist das Interesse, auch darin zu investieren.

Die höchsten Mieten pro Quadratmeter und Monat (kalt)
  • Düsseldorf, Oberkassel (PLZ 40545): 11,04 Euro
  • Köln, Altstadt/Nord (PLZ 50672): 10,53 Euro
  • Köln, Lindenthal (PLZ 50931): 10,00 Euro
  • Köln, Altstadt/Süd (PLZ 50678): 10,00 Euro
  • Köln, Neustadt/Süd (PLZ 50674): 10,00 Euro 
Die niedrigsten Mieten pro Quadratmeter und Monat (kalt)
  • Kreis Höxter, Beverungen (PLZ 37688): 3,76 Euro
  • Kreis Paderborn, Bad Wünnenberg (PLZ 33181): 3,78 Euro
  • Kreis Lippe, Schleder-Schwalenberg (PLZ 32816): 4,06 Euro
  • Kreis Lippe, Barntrup (PLZ 32683): 4,06 Euro
  • Kreis Höxter, Bad Driburg (PLZ 33014): 4,12 Euro
Die höchsten Wohnkostenbelastungen
  • Köln, Altstadt/Nord (PLZ 50670): 29,7 Prozent
  • Köln, Lindenthal (PLZ 50931): 28,9 Prozent
  • Münster, Mitte (PLZ 48143): 28,8 Prozent
  • Köln, Altstadt/Süd (PLZ 50676): 28,7 Prozent
  • Köln, Neustadt/Nord (PLZ 50672): 28,3 Prozent
Die niedrigsten Wohnkostenbelastungen
  • Märkischer Kreis, Herscheid (PLZ 58849): 11,0 Prozent
  • Krefeld, Verberg, Traar (PLZ 47802): 12,6 Prozent
  • Märkischer Kreis, Lüdenscheid (PLZ 58515): 12,7 Prozent
  • Märkischer Kreis, Plettenberg (PLZ 58840): 13,4 Prozent
  • Hochsauerlandkreis, Bestwig (PLZ 59909): 13,4 Prozent
Die höchsten Kaufpreise für Eigentumswohnungen in den größten Städten
  • Düsseldorf: 3.729 Euro/m²
  • Münster: 3.257 Euro/m²
  • Köln: 3.250 Euro/m²
  • Bonn: 3.169 Euro/m²
  • Aachen: 2.912 Euro/m²
Die niedrigsten Kaufpreise für Eigentumswohnungen in den größten Städten
  • Gelsenkirchen: 300 Euro/m²
  • Duisburg: 359 Euro/m²
  • Wuppertal: 367 Euro/m²
  • Dortmund: 392 Euro/m²
  • Essen: 500 Euro/m²
LEG-Wohnungsmarktreport NRW

Der LEG-Wohnungsmarktreport NRW ist die erste statistische Auswertung von Wohnungsmarktdaten mit wissenschaftlichem Anspruch und einer Datenbasis, die lückenlos für alle Postleitzahlengebiete eines Bundeslandes vorgenommen wurde. Der 264 Seiten starke Report enthält je 54 Mietpreis- und Wohnkostenkarten, in denen insgesamt alle 864 Postleitzahlengebiete der nordrhein-westfälischen Städte und Landkreise erfasst sind. Dazu wurden ab April 2009 für die zwölf Folgemonate insgesamt 305.000 Mietangebote, 44.300 Kaufangebote für Eigentumswohnungen und 3.400 Kaufangebote für Mehrfamilienhäuser ausgewertet. Die Wohnungsmarktdaten stammen von der IDN Immodaten GmbH, die Kaufkraftdaten von der Gesellschaft für Konsumforschung GfK Geomarketing GmbH und die Leerstände wurden auf Basis des Techem-empirica-Leerstandsindex ermittelt. Prognosen erfolgten auf Grundlage von Daten des Statistischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen. Die Studie kann bei der LEG NRW zum Preis von 595 Euro in deutscher oder englischer Sprache erworben werden. Zusätzlich stehen die einzelnen Porträts der Städte und Landkreise im Internet unter www.leg-nrw.de/unternehmen/presse/leg-wohnungsmarktreport-nrw-2010 zum Download bereit. Die zweite Auflage des LEG-Wohnungsmarktreports NRW erscheint im Herbst 2011.


Ihre Ansprechpartner

 

LEG Management GmbH

Jens Schönhorst
LEG-Pressesprecher
Tel. 02 11 / 45 68-329
Fax 02 11 / 45 68-300
Hans-Böckler-Straße 38
40476 Düsseldorf

CB Richard Ellis

Michael Schlatterer, MRICS
Teamleiter Wohnimmobilienbewertung
Tel. 030 / 72 61 54 0
michael.schlatterer@cbre.com
Fax 030 / 72 61 54-100
Hausvogteiplatz 10
10117 Berlin

 

 

Unsere Presseinformation, Fotos der LEG-Geschäftsleitung, sowie PDF-Dateien von allen 54 Standortporträts unseres Wohnungsmarktreports NRW finden Sie auf unserer Homepage unter www.leg-nrw.de/unternehmen/presse/leg-wohnungsmarktreport-nrw-2010.

 


Über die LEG

Die LEG ist mit mehr als 90.000 Mietwohnungen und rund 250.000 Mietern eines der führenden Immobilienunternehmen in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen ist sie mit zehn Niederlassungen, 14 Kundencentern und rund 100 Mieterbüros flächendeckend und mit persönlichen Ansprechpartnern vor Ort vertreten. Mit rund 800 Mitarbeitern erzielte die LEG im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von mehr als 560 Millionen Euro. Mit dem LEG-Wohnungsmarktreport NRW erhöht die LEG die Transparenz der nordrhein-westfälischen Wohnungsmärkte für Wohnungsunternehmen, Investoren und Mieter.

Über CB Richard Ellis

Die CB Richard Ellis Group, Inc. mit Hauptsitz in Los Angeles ist das nach dem Jahresumsatz 2009 weltgrößte Dienstleistungsunternehmen auf dem gewerblichen Immobiliensektor. Mit rund 30.000 Mitarbeitern in mehr als 300 Büros weltweit (exklusive Beteiligungsgesellschaften und Verbundunternehmen) ist CB Richard Ellis als Immobiliendienstleister für Eigentümer, Investoren und Nutzer tätig. Seit 1973 ist CB Richard Ellis in Deutschland vertreten. CBRE Residential Valuation Germany ist einer der Marktführer für die Bewertung von Wohnimmobilienbeständen. 2009 wurden rund 360.000 Wohneinheiten mit einem Volumen von ca. 20,5 Milliarden Euro bewertet. Von den Top zehn der institutionellen Bestandshalter im Wohnimmobiliensektor werden sechs von CBRE bewertet.